Dienstag, 5. August 2014

Hochrangiger Empfang

Der israelische Tourismusminister Uzi Landau begrüßte am Montag unsere Gruppe. Ein toller Mann! Erfahren, klug und überhaupt nicht abgehoben - ein Politiker zum Anfassen.

Er machte kein Hehl daraus, dass diejenigen, die jetzt Reisen nach Israel streichen, nur der Hamas in die Hände spielen. Landau, dessen Mutter in Leipzig geboren wurde, schätzt den Mut der Sächsischen Israelfreunde, gerade jetzt zu kommen. Jeder Teilnehmer bekam eine Urkunde, als eine Erinnerung an diesen Besuch im Tourismusministerium.

Und, er gab uns sogar ein kleines Interview >> Hier anschauen











Montag, 4. August 2014

„Es ist schwierig, auch unseren Freunden zu erklären, was wir in Gaza machen“

Heute, an unserem 2. Besuchstag, haben wir uns auf den Weg in die Knesseth gemacht. Obwohl die Angeordneten durch den Krieg im Gaza-Streifen allehandvoll zu tun haben, wurden wir trotzdem empfangen.

Bild Mitte: MdK Ronen Hoffmann im Gespräch mit Lothar Klein, dem Vorsitzenden der Sächsischen Israelfreunde e.V.

Der Chef des Auswärtigen Ausschusses, Ronen Hoffmann (Yesh Atid), sagte zur Politik der Regierung in Jerusalem: „Wir haben kein Interesse an dem Territorium in Gaza. Die Palästinenser sind nicht unsere Feinde, sondern die Terroristen der Hamas. Alles, was wir wollen ist, unsere Bevölkerung vor den Raketen zu schützen. Kein Land der Welt würde es akzeptieren, tagtäglich angegriffen zu werden. Leider verstehen das unsere Feinde nicht und unseren Freunden müssen wir auch immer wieder erklären, was das Ziel unserer Politik ist.“


Delegationsleiter Werner Hartstock erwiderte: „Ihr kämpft gegen den Terrorismus. Ihr schützt mit Eurem Blut unsere Werte, unsere Demokrtie. Dafür danken wir Euch. Und deshalb sind wir hier – um Euch unsere Solidarität zu zeigen.“

Schmerz und Tränen bei Soldaten-Beerdigung

Nirgendwo auf der Welt nehmen die Menschen so Anteil am Tod eines gefallenen Soldaten wie in Israel. 2.000 Menschen kamen am Sonntag, um dem gefallenen Soldaten Liel Gideonim die letzte Ehre zu erweisen. Wir waren auch auf dem Friedhof auf dem Herzl-Berg dabei.


Überwältigt vom Schmerz und der tiefen Trauer haben auch wir uns nicht unserer Tränen geschämt.  Der gefallene Soldat diente in einer Eliteeinheit, war der Funker eines Kommandanten im Gaza-Streifen, einer von den drei gekidnappten Soldaten und getöteten IDF-Soldaten der letzten Woche. Liel,  jüngster von 4 Söhnen, hatte den Schüleraustausch mit Deutschland organisiert. In den Trauerreden war kein Wort von Rache zu hören, von Wut oder der Vergeltung.





Deutsche geben ihr Blut für Israelis

Unser 1. Tag begann mit einem Paukenschlag! Wir spendeten direkt nach unserer Landung Blut für unsre israelischen Brüder und Schwestern. Ganz bewußt haben wir uns für diesen Auftakt entschieden. Im Medical Center Magen David Adom, so etwas wie das Deutsche Rote Kreuz, haben wir Blutkonserven von uns  gegeben. Für Krankenhäuser im ganzen Land, vor allem die, die verwundete israelische Soldaten pflegen. Die Ärztin Shlomi Sondhilim, völlig überwältigt von unserem Besuch, sagte: „Was für eine großartige Geste!“ Plötzlich wurde in ganzem Raum nur noch Deutsch gesprochen. „Ihr seid die einzigen Ausländer, die bislang auf so eine Idee gekommen sind,“ sagte die Ärztin Sondhalim.



Samstag, 2. August 2014

Blog-Arbeit

Kurz vor dem Start unserer Solidaritätsreise, mit über 50 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, steht der Reiseblog und wartet darauf, gelesen zu werden. Hier könnt ihr mitlesen, mitfiebern, mitbeten und mit dabei sein, auch wenn ihr nicht vor Ort sein könnt. Täglich informieren wir über die in jeder Hinsicht packenden Stationen und Situationen unserer Reise.

Großmutter hat genau 15 Sekunden...

Sie müssen mit vergangenen Traumata und neuen Raketen gleichzeitig fertig werden – die fast 200.000 in Israel lebenden Holocaust-Überlebenden. Es ist schwer für jeden Israeli in einem von Raketen beschossenen Land zu leben, für die Alten und Gebrechlichen ist es unter diesen Umständen jedoch noch schwerer. Alt sein bedeutet oft, allein zu sein. Das macht das Rennen zum Bunker innerhalb von 15 bis 30 Sekunden fast unmöglich, und wenn man auf der Straße ist, kann man sich kaum auf den Boden legen und den Kopf mit den Händen schützen. Die Not wird erdrückend für diejenigen, denen sich Traumata, seelische Narben und Ängste in ihren Körper und ihre Seele durch den Holocaust eingebrannt haben. Etwa 3.000 Raketen wurden in den vergangenen vier Wochen auf Israel abgefeuert.


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